3.2 Rechnungslegungsstandard


Mit Art. 48 Abs. 1 FHG richtet sich die Rechnungslegung des Bundes nach allgemein anerkannten Standards. Auf Verordnungsstufe werden die International Public Sector Accounting Standards (IPSAS) als relevanter Standard festgelegt (Art. 53 FHV). 

Der Bund übernimmt die IPSAS nicht integral, sondern weicht in gut begründeten Fällen von den Vorgaben ab. Anhang 2 der Finanzhaushaltverordnung regelt die konkreten Abweichungen. Ferner werden dort im Falle von Regelungslücken die alternativ anzuwendenden Standards definiert.
Gut begründete Fälle von Abweichungen sind insbesondere jene Bundesspezifikas, für deren Berücksichtigung die IPSAS keinen Spielraum lassen. Die Abweichungen, die Begründungen dazu sowie die Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung werden im Anhang der Jahresrechnung offen gelegt.

Sowohl die IPSAS wie das Rechnungsmodell des Bundes sind nicht statisch, sondern entwickeln sich weiter. Damit der Bezug zu IPSAS transparent bleibt, müssen die Entwicklungen jährlich überprüft und die Auswirkungen auf die Rechnungslegung analysiert werden. Neue Abweichungen zu IPSAS bedürfen einer Änderung des Anhangs 2 FHV.

 


Seiteninformationen
Herausgeber: Eidgenössische Finanzverwaltung EFV
Gültigkeitsbereich: Bundesverwaltung
Gültig ab: 18.05.2006
Gültig bis: Auf Widerruf
Letzte Änderungen: 01.01.2017